Kauft, kauft, kauft!
Oder beginnt es mit duzenden und aberduzenden (Spam- oder nicht Spam-)E-Mails, die sich ihren Weg von Absendern mit äußerst kryptischen Adressen bis hin zu uns (manchmal auch nicht) unschuldigen Usern bahnen? Mit gewaltigen Werbetafeln auf der Straße? Mit Lichtreklame auf Häuserdächern, riesigen Planen an Baugerüsten und Fassaden? Mit Plakaten und Aufklebern auf Flughäfen und Bahnhöfen, in Haltestellen und in öffentlichen Verkehrsmitteln? Supermärkte und Konsumtempel möchte ich hier gar nicht erwähnen. Vielleicht sind es aber auch die kleinen Zettelchen am Auto (zahle bar für ihre Karre) oder die Kreditangebote und "Gewinnbenachrichtigungen" im Briefkasten.
Wer sich einmal in der glücklichen Lage befindet, über ausreichend Zeit und Konzentration zu verfügen, der möge doch nur einen Tag lang diesen Wahnsinn beobachten und jedes einzelne Werbeelement zählen. Ich schätze, dass im Durchschnitt einem Großstadtbürger mit "normalem" Tagesablauf wenigstens 200 solcher Werbeträger ins Auge oder Ohr oder in die Hände fallen dürften.
Online-Werbung zum Beispiel soll ja ein extrem prosperierender Wirtschaftszweig sein - jedenfalls melden die Medien das [1] [2] [3]. Wie oft habt Ihr denn schon auf Werbebanner geklickt? Ich meine nicht das verzweifelte Suchen nach dem kleinen Kreuz rechts oben im sich gerade hereinschiebenden Banner von 0815xyz.com - nein, wie oft habt Ihr gezielt ein Banner angeklickt, um mehr über das beworbene Produkt zu erfahren?
Noch nie? Ach kommt schon! Ein, zwei mal? Ist das alles? Vielleicht nicht öfter als fünf mal. Hört, hört!
Das soll hunderte von Millionen Euro - in den USA sogar mehrere Milliarden Dollar einspielen? Boah! Ich glaub, ich hab den Beruf verfehlt! Vielleicht könnten wir alle steinreich werden, würden wir alle nur noch Werbung und dafür keine bewerbbaren Produkte mehr produzieren. :-)
Mir jedenfalls geht Werbung überwiegend auf die Nerven, wenn man mal von ein paar außergewöhlich guten Spots und Kampagnen absieht [1] [2] [3].
Soweit dazu...





